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Sunday 01st of August 2010

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Man kann nicht nicht kommunizieren

 

Ein toller vielschichtiger Satz von Paul Watzlawick , der mich als Quintessenz der letzten Tage sehr beeindruckt hat.

 

Ich habe diese Woche von meinem Arbeitgeber aus an einem Kommunikationstrainig teilgenommen. Montag morgen stand ich dem ganzen noch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen, ich wusste, mich erwarten Rollenspiele, die analysiert werden und viel viel Theorie und das ganze bei der Hitze. Im Amt angekommen, merkte ich zuerst erfreut, daß sie uns einen der klimatisierten Sitzungsräume zugeteilt hatten und wir wurden wirklich verwöhnt, es gab den ganzen Tag gekühlte Getränke, Kaffee soviel man wollte und noch leckere Häppchen und Mittagessen.

 

Unsere Referentin hat es  innerhalb von weniger Minuten geschafft, daß alle 12 Teilnehmer (vom Abteilungsleiter, Amtstierarzt bis zur Zuarbeiterin gemischt) sehr begeistert von der Methode waren, wie sie uns das Thema Kommunikation näher gebracht hat.

 

Ich persönlich erhoffe mir von dem Seminar mit schwierigen Kunden besser umgehen zu können, da ich sehr sehr oft welche am Telefon habe, die ich besänftigen muß und dabei selber cool zu bleiben habe, was einem oft nicht leicht fällt, wenn der Gesprächspartner sich gleich schreiend meldet oder sich absolut nicht beruhigen lässt und einem teilweise sogar beleidigt (was leider sehr häufig vorkommt).

 

So richtig Gedanken über die Kommunikation hatte ich mich vorher noch nie gemacht, die "Ich-Regel" kannte ich zwar vorher schon, aber habe sie bisher nie gekonnt angewandt. Aber das wird ab heute anders werden :-) Die Ich-Regel besagt, daß man anderen Leuten keine Vorwurf in der "Du-Form" machen soll, sondern das ganze von der Ich-Perspektive beschreiben soll.

 

Eine wunderbare Sache sind auch die W W W Regeln, schwierige Anliegen soll man mit denen besser rüberbringen können:

 

W - Wahrnehmung - also die Fakten die man hat

W - Wirkung - die Folgen die daraus entstehen

W - Wunsch - und wie man sich wünscht, daß es besser läuft

 

 

Das ganze haben wir ganz oft geübt, haben konkrete Problemfälle (wir wir sie alle täglich erleben, jeder sollte ein Paradebeispiel nennen) durchgespielt und siehe da mit etwas Übung fällt das richtig leicht und man kommt viel besser mit den (aufgebrachten) Kunden klar.

 

Ich werde meine "Spickliste" mit den wichtigsten Regeln nun neben mein Diensttelefon hängen und dann

Tschaaaaakaaaaaaa :-))))

 

Nach so viel Input der letzten Tage freue ich mich nun umso mehr  darauf, die Sonne im Garten geniessen zu können. Und da das Wetter so toll mitmacht die letzten Tage haben wir uns letztens einen großen Gartenpool gekauft, der schon eifrig genutzt wird, ich bin dann mal draussen im Garten :-))))


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Mittwoch, 20. Januar 2010 um 13:25 Uhr

 

Überraschungsblumen

 

... gabs gestern von unserer Chefin für alle Mitarbeiter. Dabei eine schöne Karte, in der sie uns für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr dankt und alles gute für 2010 wünscht. Na das nenn ich doch mal einen netten Zug....

 


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Montag, 16. März 2009 um 21:10 Uhr

Neue Kollegin

Da uns unser Chef ja verlassen hat und Andreas nun auf den Chefposten nachgerückt ist, war seine Stelle ja frei. Letzte Woche gabs noch keine Neuigkeiten, wer bzw. ob sich jemand darauf beworben hat. Heute morgen dann eine Riesenüberraschung: Ich komme zur Türe rein und vor mir steht Jeannette, mit der ich hier im Amt Ausbildung gemacht habe und deren Sohn nur unwesentlich älter als Leo ist, das nenn ich mal eine gute Nachricht :-) Zur Zeit passieren dort fast nur gute Sachen und es man freut sich richtig, wenn man arbeiten gehen kann.

 

 


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Mittwoch, 11. Februar 2009 um 19:58 Uhr

Na also, geht doch....

... wir haben es geschafft und uns endlich gegen unsere fiese, faule Kollegin gewehrt. Unsere direkte Chefin ist ja in Urlaub und wollte ja nie so richtig was in die Hand nehmen, der Chef über ihr (Abteilungsleiter) macht derzeit ihre Vertretung und hat wohl nun auch einige Beschwerden von Kunden auf den Tisch bekommen, zu denen sie superunfreundlich war. Er hat dann mit vielen von uns gesprochen und als wir ihm die ganzen anderen Geschichten erzählt haben, ist der bald ausgeflippt und konnte überhaupt nicht nachvollziehen, warum nicht schon viel eher was passiert ist. Sie sollte ja zu einem anderen Kollegen ins Zimmer kommen, der zuhause einen Bauernhof hat, da kam sie ja dann gleich mit Attesten an, daß sie eine Tierallergie habe. Nun hat der Oberchef in Absprache mit unserem Juristen und der Personalchefin eine super Lösung gefunden - die Kollegin muß hoch zur Chefin ins Zimmer (doppelte Strafe für beide....), die Kollegin, die dort sitzt kommt zu unserem Abfallberater (der mit den Tieren) ins Zimmer und unser Liebling Andreas kommt zu mir uns Zimmer. Darüber sind alle glücklich ausser die Chefin (die derzeit in Äqypten Urlaub macht, auch so eine Geschichte, WIR haben Urlaubssperre *grrr*) und eben unsere Kollegin, die sich dort nämlich NICHTS mehr erlauben kann, kein Internet, kein Anpflaumen der Kunden, kein ewiges Bimmeln der Telefone, keine Arbeitshinundherschieberei... Gestern abend kurz bevor ich gegangen bin, rief die Personalchefin an und hat sie hochzitiert, ich bin dann lieber gleich mal abgedampft um mir nicht hinterher wieder die Vorwürfe anhören zu müssen.

Heute mittag rief mich Andreas an und sagte, sie ist heute krank, aber die Personalchefin zieht es dennoch durch, die EDV Leute wären schon aktiv, alle PCs neu herzurichten und ab heute mittag saß Andreas schon bei uns im Zimmer. Er hat sogar den Auftrag bekommen, ihr ganzes privates Geraffel (das sind Tonnen, die hat einige Schränke und ihren Schreibtisch damit belagert, auch sowas was uns schon immer genervt hat) alles in einen großen Umzugskarton zu stapeln. Die wird kotzen wenn sie wiederkommt!

Und wisst ihr was, ich finde das so klasse und hab in keinster Weise ein schlechtes Gewissen!!!! Endlich hat die Gerechtigkeit dennoch gesiegt. Unter den Vorraussetzungen werde ich auch Freitags wieder arbeiten gehen....

Ach ja und noch ein pikantes Detail an der Geschichte: Sie muß wohl beim ersten Gespräch, das geführt wurde, wo es hiess, sie solle in ein anderes Zimmer angedroht haben, dann macht sie krank und heute ist sie ja krank. Die Personalchefin meinte wohl, daß sie ihr sowas nicht durchgehen lässt und das wohl auch Konsequenzen habe.


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Donnerstag, 29. Januar 2009 um 20:19 Uhr

Morgen *garnichtdrandenkendarf*

 

Ich habe euch ja schon von meiner geliebten Lieblingskollegin erzählt. Am Montag/Dienstag dieser Woche war sie mal wieder in Höchstform und hat dieses Mal den Bogen überspannt, was bei mir das Fass zum Überlaufen brachte, was passiert ist, hier nur eine Kurzfassung, das würde sonst den Rahmen sprengen: Montag den ganzen Tag mal wieder NUR genörgelt, über die anderen Kollegen gelästert, NICHTS gemacht, ausser telefoniert. Dienstag morgen hat sie mir ein Email vorenthalten, mit wichtigen Informationen vom Chef (Chef vergisst mich oft im Email-Verteiler, da ich ja nur Teilzeit arbeite), Chef hatte aber Urlaub, also hab ich sie gebeten, mit das Email bitte auszudrucken oder weiterzuleiten, wo sie sich geweigert hat. Mein direkter Vorgesetzter ist darauf schon fast ausgeflippt und hat sie zur Rede gestellt. Aber nein, es ging noch weiter, sie geht ja oft nicht ans Telefon, weil sie keinen Bock hat, nach ein paarmal klingeln kommen die Gespräche aber immer an meinem Apparat raus, es war so ein Gespräch, das sie nicht angenommen hat, der Kunde wollte sie direkt sprechen, ich fragte ihn noch, ob ich ihm auch helfen könne, aber er wollte direkt mir ihr sprechen, da sie ihm was angemeldet hätte. Ok ich ihr das Gespräch rüberverbunden, sie geht hin, fragt um was es geht, legt den Hörer beiseite (Kunde hörte alles mit) uns schreit mich an, daß das ja wohl eine Unverschämtheit von mir wäre, ich würde gegen sie arbeiten, ich wäre faul (gehts noch, die einzige, die in dem Zimmer arbeitet bin ich!), usw. Das war echt to heavy, in mir brach meine Gelassenheit innerhalb von Sekunden zusammen und die Tränen liefen mir in Sturzbächen übers Gesicht, ich bin dann zur Toilette geflüchtet, wo ich eine andere Kollegin traf, die mich total erschrocken mit zu sich ins Zimmer nahm und sofort die Chefin zu uns rief. Ich erzählte ihr alles, sie flippte auch total aus und ging sofort zu ihr vor um sie zur Minna zu machen, in der Zwischenzeit rief ich beim Personalrat an und bat um ein Gespräch, es kam sofort ein ganz netter rüber, wir haben alle (alle anderen Kollegen ausser sie kamen in das Zimmer) erzählt, wie sie ist und was sie macht usw. Der war auch total geschockt und meinte, am nächsten Tag würde er eine aussergewöhnliche Sitzung ins Leben rufen. Danach bin ich noch mit der Chefin zur Personalstelle hoch und wir haben der Personalchefin alles erzählt - hier in dem Haus kennt sie ja jeder und bisher wurde sie von allen Stellen "zwangsversetzt". Das Problem an der Sache ist allerdings, daß sie wegen eines Tinitus eine Schwerbehinderung eingetragen bekommen hat und Schwerbedinderte haben ja besondere Rechte.

Ok den Rest des Dienstags sass ich dann in einem anderen Zimmer, ich hab "unser" Zimmer an dem Tag auch nicht mehr betreten, Andreas (mein Kollege) holte alle meine Sachen und einen Stapel Arbeit. Er hat mich gestern angerufen und meinte, es gäbe wohl auf alle Fälle Sanktionen (u.a. würde sie in ein anderes Zimmer versetzt werden), aber wer weiß, was der Schwerbehindertenrat dazu meint....

Nun muß ich morgen ja wieder arbeiten und mir graut es echt davor....

 


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